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So verhinderst und behandelst du Mehltau und Botrytis in der Blütephase ohne chemische Fungizide

So verhinderst und behandelst du Mehltau und Botrytis in der Blütephase ohne chemische Fungizide

Während der Blütezeit von Cannabis sind Mehltau und Botrytis häufige Pilze, die bei hoher Luftfeuchtigkeit und schlechter Belüftung gedeihen, aber durch integrierten Pflanzenschutz (IPM) und vorbeugende Maßnahmen ohne chemische Fungizide verhindert und behandelt werden können.

·21 min Lesezeit

So verhinderst und behandelst du Mehltau und Botrytis in der Blütephase ohne chemische Fungizide

Die Blütephase ist die kritischste Phase im Cannabisanbau. In dieser Zeit werden die Buds dicht, harzig und aromatisch, aber sie sind auch besonders anfällig für zwei stille Feinde: Echten Mehltau (Oidium) und Grauschimmel (Botrytis). Beide Pilze gedeihen bei hoher Luftfeuchtigkeit und schlechter Belüftung. Treten sie während der Blüte auf, sind chemische Fungizide tabu, um die Trichome nicht zu kontaminieren und die endgültige Erntequalität nicht zu gefährden.

Doch nicht alles ist verloren. Mit einem Ansatz, der auf Integriertem Pflanzenschutz (IPM) und vorbeugenden Maßnahmen basiert, kannst du diese Krankheitserreger in Schach halten, ohne auf Chemie zurückzugreifen. Hier erkläre ich dir, wie das geht.

1. Umgebungskontrolle: Die erste Verteidigungslinie

Mehltau und Botrytis treten nicht zufällig auf. Sie benötigen hohe relative Luftfeuchtigkeit (über 60–70 %) und fehlende Luftbewegung, um zu keimen und sich auszubreiten. Während der Blüte sollte das Ziel sein, die relative Luftfeuchtigkeit zwischen 40 % und 55 % zu halten, besonders in den letzten 4–6 Wochen.

Belüftung und Luftzirkulation: Platziere oszillierende Ventilatoren auf Höhe des Blätterdachs und unterhalb der Töpfe, um stehende Lufttaschen zu vermeiden. Ein konstanter Luftstrom verhindert, dass sich Feuchtigkeit auf der Blattoberfläche und im Inneren der Buds ansammelt.

Entfeuchtung: Wenn du drinnen anbaust, ist ein hochwertiger Luftentfeuchter deine beste Investition. Stelle den Sollwert so ein, dass die relative Luftfeuchtigkeit nachts 55 % nicht überschreitet. Denke daran, dass die Pflanzen nachts transpirieren und Feuchtigkeit abgeben, was das perfekte Mikroklima für Pilze schafft.

Bewässerung und Drainage: Vermeide es, Blätter und Buds beim Gießen zu benetzen. Ein Tropfbewässerungssystem oder manuelles Gießen, das direkt auf das Substrat zielt, ist ideal. Stelle außerdem sicher, dass das Substrat eine ausgezeichnete Drainage hat; überschüssiges Wasser an den Wurzeln verursacht Stress und schwächt die Pflanze, was sie anfälliger macht.

2. Ausgewogene Ernährung und Zellstärkung

Eine gesunde, gut ernährte Pflanze ist weniger anfällig für Pilzinfektionen. Calcium und Silizium sind zwei Schlüsselnährstoffe, um die Zellwände zu stärken und eine physikalische Barriere gegen Krankheitserreger zu schaffen.

Calcium und Magnesium: Halte ein ausgewogenes Verhältnis von Calcium zu Magnesium ein (idealerweise 3:1 oder 4:1). Calcium stärkt die Zellstruktur und verringert die Durchlässigkeit des Gewebes, was das Eindringen des Myzels erschwert. Du kannst während der gesamten Blüte Calciumchelate über die Bewässerung ausbringen.

Silizium: Silizium lagert sich in den Zellwänden ab und bildet eine glasartige Schicht, die Pilze nicht durchdringen können. Wende Kaliumsilikat (gemäß den empfohlenen Dosierungen) von der vegetativen Phase bis zur dritten Blütewoche an. Verwende es nicht über Woche 4 hinaus, da es den pH-Wert des Substrats verändern kann.

EC- und pH-Kontrolle: Eine zu hohe elektrische Leitfähigkeit (EC) kann die Pflanze stressen und Krankheiten begünstigen. Halte die EC während der Blüte zwischen 1,2 und 1,8 mS/cm und den pH-Wert zwischen 5,8 und 6,2, wenn du in Kokos anbaust, oder zwischen 6,0 und 6,5 in Erde. Ein falscher pH-Wert blockiert die Aufnahme von Calcium und anderen essenziellen Nährstoffen.

3. Biologische und organische Behandlungen während der Blüte

Wenn trotz Vorbeugung die ersten Symptome auftreten (weiße, mehlige Flecken bei Mehltau oder braune, weiche Stellen an den Buds bei Botrytis), kannst du immer noch handeln, ohne auf chemische Fungizide zurückzugreifen.

Bacillus subtilis: Dieses nützliche Bakterium besiedelt die Oberfläche von Blättern und Buds, konkurriert mit den Pilzerregern und produziert Enzyme, die deren Myzel abbauen. Wende alle 5–7 Tage ein Produkt auf Basis von Bacillus subtilis an (wie [producto:serenade]), bis eine Woche vor der Ernte. Es ist sicher und hinterlässt keine giftigen Rückstände.

Neemöl + Kaliumseife: Gegen Mehltau im Frühstadium kann eine Mischung aus Neemöl (0,5–1 ml/L) und Kaliumseife (1–2 ml/L) wirksam sein. Die Kaliumseife wirkt als Tensid und entwässert die Sporen, während Neem antimykotische Eigenschaften hat. Sprühe nur auf die Blätter und vermeide es, die Buds direkt zu benetzen. Wende es zu Beginn der Lichtphase an, damit die Blätter vor dem Ausschalten der Lichter trocknen können.

Natrium- oder Kaliumbicarbonat: Eine Lösung aus Kaliumbicarbonat (2–3 g/L) erhöht den pH-Wert auf der Blattoberfläche und schafft so eine feindliche Umgebung für Pilze. Füge einen Tropfen Kaliumseife als Haftmittel hinzu. Verwende es nur vorbeugend oder

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